Thermografie von Kaltdächern – Wärmebrücken erkennen, Energieverluste vermeiden

Einleitung: Unsichtbare Verluste sichtbar machen

Kaltdächer – also unbeheizte Dachräume – gelten bauphysikalisch als einfache, aber effektive Lösung zur Trennung zwischen beheiztem Wohnbereich und Außenklima. Doch in der Praxis zeigt sich immer wieder: Thermografische Untersuchungen decken eklatante Schwachstellen auf, die zu unnötigen Wärmeverlusten und langfristigen Bauschäden führen können.

Gerade in der Winterzeit zeigt die Thermografie, wo Gebäude Wärme verlieren – und warum es sich lohnt, genauer hinzusehen.


Die Pflicht zur Dämmung der obersten Geschossdecke

Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV, inzwischen im GEG – Gebäudeenergiegesetz aufgegangen) gilt bereits seit 2016 eine gesetzliche Pflicht:

Die oberste Geschossdecke zu unbeheizten Dachräumen muss einen bestimmten Mindestwärmeschutz aufweisen.

Das bedeutet in der Praxis:

  • Entweder das lose Verlegen von Dämmmatten aus Glas- oder Mineralfaser
  • Oder die Herstellung eines begehbaren Dämmelements aus Dämmstoff mit Holzwerkstoffplatten als Trittschutz (z. B. OSB oder Spanplatte)

Doch auch wenn diese Pflicht vielen bekannt ist, bleibt ein entscheidender Punkt oft unbeachtet.


Vergessen: Die Dämmschicht an aufsteigenden Bauteilen

In zahlreichen Dachräumen fehlt es an einem wichtigen Detail:
Der begleitenden Dämmung an aufsteigenden Bauteilen, wie:

  • Schornsteinen
  • Giebelwänden
  • Anschlusswänden zu Treppenhäusern
  • Zahnbindungen bei Reihen- und Doppelhäusern

Diese Bauteile sind Teil des beheizten Gebäudevolumens, reichen aber in den kalten Dachraum hinein. Die Folge:

  • Wärme fließt ungehindert in den unbeheizten Dachraum ab
  • Es entstehen deutliche Wärmebrücken
  • Unter Umständen führt das zu Schimmelbildung an den Innenseiten der betroffenen Wände in den darunterliegenden Wohnungen

Was zeigt die Thermografie?

Thermografische Aufnahmen zeigen deutlich erhöhte Oberflächentemperaturen an diesen aufsteigenden Bauteilen. In der Regel fällt auf:

  • Ein starker Temperaturgradient an den Bauteiloberflächen
  • Warme Zonen im Dachraum, obwohl er unbeheizt sein sollte
  • Fehlende Dämmanschlüsse zwischen Dämmmatten und angrenzenden Wänden
  • Lücken zwischen Dämmschicht und Schornsteinmauerwerk

Die Verlustleistung dieser Wärmebrücken ist nicht nur energetisch ineffizient, sondern erhöht die Heizkosten der Nutzer spürbar.


Lösung: Begleitende Dämmung einbauen – aber richtig

Die DIN-gerechte Ausführung sieht vor, dass aufsteigende Bauteile im Kaltdach mindestens 50 cm hoch mit einer flankierenden Dämmschicht versehen werden sollten. Wichtig ist dabei:

  • Formschlüssiger Anschluss an bestehende Dämmelemente
  • Nicht brennbare Materialien im Bereich von Schornsteinen verwenden (z. B. Mineralfaser)
  • Vermeidung von Konvektion und Luftspalten
  • Bei Schornsteinen: Einhaltung der Brandschutzabstände!

Nur durch eine saubere Ausführung lässt sich die Entstehung von Wärmebrücken dauerhaft verhindern.


Wärmebrücken als Ursache für Bauschäden

Neben Energieverlusten führen Wärmebrücken auch zu:

  • Tauwasserausfall im Bereich der Bauteile
  • Durchfeuchtung angrenzender Bauteile
  • Förderung von Schimmelpilzbildung
  • Abkühlung angrenzender Innenflächen, was Wohnkomfort und Hygiene beeinträchtigt

Gerade bei unsanierten Altbauten oder fehlerhaften Teilsanierungen treten diese Schäden regelmäßig auf – und können thermografisch zweifelsfrei dokumentiert werden.


Fazit: Kaltdächer brauchen mehr Aufmerksamkeit

Die Dämmung der obersten Geschossdecke reicht nicht aus, wenn aufsteigende Bauteile vergessen werden.

Unsere Thermografie-Analyse zeigt Ihnen zuverlässig, wo Handlungsbedarf besteht.


Sie möchten wissen, ob Ihr Kaltdach energetisch dicht ist – oder ob Wärmeverluste stattfinden?

Wir übernehmen für Sie die thermografische Untersuchung Ihres Gebäudes – professionell, unabhängig und aussagekräftig.

Unsere Leistungen:

  • Thermografie von Kaltdächern und aufsteigenden Bauteilen
  • Ermittlung und Dokumentation von Wärmebrücken
  • Beratung zu Sanierungsmöglichkeiten nach GEG
  • Fotodokumentation mit Thermogrammen
  • Beratung für Eigentümer, Verwalter, Planer und Bauherren

Jetzt Thermografie-Termin vereinbaren – und unnötige Wärmeverluste stoppen

Sachverständigenbüro Charles Knepper
Kirchweg 4
06295 Lutherstadt Eisleben
Funk: 0177 – 4007130
E-Mail: gutachter-knepper@online.de

Weitere Informationen:
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